Orchideenreiche Trockenrasen und zoologischer Artenschutz durch Beweidung in mitteldeutschen Trockengebieten

20.05.2026 - 21.05.2026

Exkursionsschwerpunkt war die Förderung von Orchideen und von weiteren gefährdeten Arten durch extensive Beweidung sowie die Problematik heutiger konventioneller Pflegebeweidung.

Am ersten Exkursionspunkt wanderten wir durch das Alperstedter Ried in Thüringen, eines der bedeutendsten Kalkflachmoore Mitteleuropas außerhalb der Alpen, und begutachteten die Effekte von rund 10 Jahren ganzjähriger Mischbeweidung mit Rindern, Pferden und Wasserbüffeln.

Auf dem Rödelplateau bei Freyburg in Sachsen-Anhalt, das zu den besten Orchideenstandorten Deutschlands zählt, ging es um ganzjährige Pferdeweide sowie an den Abhängen um kleinteilige Ziegenbeweidung.

Der Bottendorfer Hügel bei Artern, Thüringen, mit seinen einst ausgedehnten Steppenrasen hat sich im vergangenen Jahrzehnt zum Problemfall entwickelt. Hier konnten wir die Effekte heute konventioneller Pflegemaßnahmen auf Trockenrasen begutachten.

Organisation

Naturnahe Weidelandschaften e. V., Mitwirkung vor Ort: Stiftung Naturschutz Thüringen

Fachliche Leitung

Alperstedter Ried: Carlotta Schulz (Stiftung Naturschutz Thüringen) und Edgar Reisinger (Taurus Naturentwicklung). Rödel: Dr. Martina Köhler (Biologin, Gebietskennerin). Bottendorfer Hügel: Thomas Fechtler (Biologe, Gebietskenner). Dr. Herbert Nickel (Vorsitzender NWL) und Markus Handschuh (Ornithologe & Geschäftsführer NWL).

Alperstedter Ried

Fotos: Alisa Klamm

Bottendorfer Hügel

Fotos: Alisa Klamm

Rödel & Umgebung

Fotos: Alisa Klamm

Rödelplateau, Alperstedter Ried

Fotos: Dieter Bock