Kirchberger Erklärung zur naturnahen Beweidung

Vom 18. bis 20. September 2026 kamen rund 200 Teilnehmende aus Naturschutz, Wissenschaft, Land- und Forstwirtschaft, Verwaltung und Politik auf Schloss Kirchberg zum Kongress „Naturnahe Weiden und ihre Bedeutung für Landschaft und Artenvielfalt“ zusammen. Der Kirchberger Weidekongress war die zentrale Veranstaltung in Deutschland zum Internationalen Jahr der Weidelandschaften und des Hirtentums 2026. Aus dem Kongress ging die „Kirchberger Erklärung zur naturnahen Beweidung“ hervor.

Die Erklärung rückt die Bedeutung von Weidetieren für artenreiche Landschaften in den Mittelpunkt. Naturnahe Beweidung orientiert sich an den ökologischen Funktionen großer Pflanzenfresser: Fraß, Tritt und Dung schaffen vielfältige Strukturen und setzen ökologische Prozesse in Gang, die technische Pflegeverfahren allein nicht nachbilden können. Zugleich zeigt die Kirchberger Erklärung, wie naturnahe Beweidung in Landwirtschaft und Naturschutz gestärkt werden kann.

Die Naturnähe und der Biodiversitätsnutzen von Beweidung hängen vom Zusammenspiel der Weidetierarten, der Weideführung bzw. des Weidemanagements sowie des Standorts ab. Kennzeichnend sind eine im Durchschnitt moderate Weidewirkung und ein Mosaik aus stärker genutzten und wenig bis ungestörten Bereichen.

Die Kernaussagen bieten einen schnellen Überblick auf einer Seite. Die vierseitige Erklärung formuliert die gemeinsamen Positionen und Vorschläge. Das Hintergrundpapier enthält eine ausführlichere Begründung.

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Weidetiere - Kirchberger Erklärung zur naturnahen Beweidung
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